Unser Reisetagebuch

11.1-10.5 Wir werden eine Familie in Argentinien!

 

In Merlo verbringen wir noch ein paar wunderschöne Tage.  Nein, diese Stadt hat nichts zu tun mit Wein, aber es hat eines der besten Mikroklimas und für uns vor allem die schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.  Weiter geht‘s nach Mino Calvero, wo wir schon einmal waren. Nun ist das touristische Dorf  voller Leute und auch der Camping La Siesta hat jetzt offen, bloss  der Fluss hat praktisch kein Wasser mehr und bei dieser Hitze hier, baden wir im Trockenen!   Wir wünschen uns einen riesen Pool  um ein bisschen Abkühlung zu erhalten. Bei Bettina und Ralf in Villa Belgrano fanden wir unseren Pool und natürlich auch ganz viel nette Leute.

 

Anfang Februar tauschen wir unsere 1-Zimmerwohung auf Räder um in ein Apartment in Alta Gracia. Hier werden wir aufgenommen von unseren Vermieter, als gehörten wir zu Familie.  Mary kommt jeden morgen zu uns und fragt: „Ist Zoe schon da?“ Aber sie lässt sich Zeit, solange, dass unser Gynäkologe meint wir müssen jetzt einen Kaiserschnitt machen. Da sind wir natürlich aus  allen Wolken gefallen. 

In Argentinien ist  es üblich, dass ein Tag nach errechnetem Geburtstermin einen Kaiserschnitt gemacht wird. Hätten wir das bloss vorher gewusst! Am nächsten Tag fahren wir nach Cordoba um uns einen neuen Arzt zu suchen.  Und wir haben Glück, wir bekommen einen Termin beim Chefarzt in der Clinica del Sol, der nach weiteren Untersuchen sich entscheidet noch abzuwarten.  Und am 9.März ist sie da unsere Zoe!  Was für ein Gefühl unglaublich unbeschreiblich! Wir können uns gar nicht satt sehen an ihr!

 

24h nach der Geburt müssen wir die Klinik verlassen, ist so üblich in Argentinien.  Hebammen gibt’s keine.  Nun muss eben Hannes Papa und Hebamme spielen und er macht das ganz gut!

Unsere Argentinische Familie hat uns nun fest in Herz geschlossen und wir sie auch. Wir machen jeden Tag was zusammen. Asado grillen, Spazierfahrten machen, Wii spielen und natürlich Mate trinken. 

Hier kommt uns auch Bernhard besuchen, mit ihm fahren wir schon in Chile unterwegs. Da gab es einen leckerer Leberabend... aber 3 Kilo Leber schaffen auch unserer lieben Gäste auch aus Argentinien nicht! Kerstin und Bernie kommen auch vorbei,  sie hatten wir schon in Vilcabamba und in Arequipa getroffen. Sie bleiben eine Woche, die legendären Wii – Abende werden uns noch lange in Erinnerung bleiben!

 

Doch wir vollen zu rück in die Schweiz, alle warten ja auch schon auf uns, dass heisst ja vor allem auf Zoe. Hannes hat auch Glück und erhält von hier aus eine Stelle angeboten. Bloss Spocky will hier bleiben und wird neue Freunde bekommen. Das einzige was uns Sorgen macht ist der Pass von Zoe. Denn für diesen braucht sie alle Fingerabdrücke abzugeben, doch ihre Finger scheinen einfach zu klein zu sein und ohne argentinischen Pass darf sie das Land nicht verlassen. Wir haben schon Angst hier bleiben zu müssen, denn das haben sie uns angedroht vom Innenministerium, da kommt uns mal wieder die Idee nach Cordoba zu fahren und dort das Passbüro zu fragen und sie an sie schaffen es! 

 

Noch Spocky auf Fordermann bringen und ab nach Buones Aires.  Dort warten schon die neuen Besitzer Sara und Steve auf Spocky.  Spocky freut sich natürlich und bekommt auch einen schönen neuen Namen und heisst nun „El Rojito“.  Auch wir freuen uns das Spocky in gute Hände kommt, ist er uns doch sehr ans Herzen gewachsen! Auf dem Blog www.elrojito.blogsport.de erfährt ihr die neuen Geschichten von „El Rojito“ alias „Spocky“.

 

Nach ein paar schönen Tagen  noch in Buenos Aires heisst es für uns Abschied zu nehmen. Wir schauen zu rück  auf ein super schönen Jahr mit vielen wundervollen Erlebnissen!  Und freuen uns jetzt als Familie zurück zu kehren und das Leben neu zu starten!!!!!

2.1. -10.1. Kleiner Süden bis nach Santiago de Chile

Wir fahren in den Regen! Kaum haben wir die Grenze passiert und schon fallen die ersten Tropfen, das stört uns nicht gross denn wir haben uns ein Cabaña mit SPA ausgesucht, als wir dort ankommen, stellen wir fest, dass die Preise auf europäischen 5-Sterne Niveau liegen. Und ehrlich gesagt so schön ist es nun auch wieder nicht. Aber wir holen das sicher noch nach.

Wir fahren Richtung Süden nach Puerto Octay, wo wir uns ein sehr schönes Cabaña aus Stroh mit Holzverkleidung und mit Gras auf dem Dach gönnen. Von dort aus geht es weiter nach Villa Frutillar, um vom Ufer des Lago Osorno  den Volcano Osorno zu bewundern, aber dieses Glück bliebt uns verwehrt, da die Wolkendecke nicht aufreisst. So flanieren wir durch das schöne Örtchen  und bewundern das neue Festspielhaus welches auf Stelzen in den See gebaut ist. Leider hat es erst Ende Januar Eröffnung.

Wir wollen weiter Richtung Süden um ein paar Reisetipps zu erkunden, aber ausser fiesen waagrechten Nieselregen bekommen wir an diesem und am nächsten Tag nicht zu sehen. Schade! Bis dahin haben wir schon Puerto Montt passiert und uns auf einem sehr spartanischen Camping (eine Wiese), mit einem fantastischen Blick auf die Bucht, niedergelassen. Die Besonderheit, dass fast alle Häuser aus Holz sind und fröhlich bunt bemalt gefällt uns super.

 

Nach langem Überlegen entscheiden wir uns Richtung Norden zu Fahren da die Wetterprognosen uns keine Hoffnungen machen auf Besserung. So ziehen wir durch saftiges Grün, welches uns schon von der Grenze bis zum Meer begleitet und auch nun wieder unsere Strassen säumt. Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir gewisse Parallelen zum Allgäu oder mit dem Aargau sehen. Da sich hier vor allem Deutsche, Schweizer und Österreicher niederliessen, erkennnt man dann doch schnell: das Grün sind Weiden, die Tierwelt ist begrenzt auf Milchvieh und in der Bäckerei ist Kuchen mit Kuchen angeschrieben. Hm, warum sind wir nochmal auf Reisen?

Schnell merken wir, dass wir, eher wieder Heimatfremdes kennenlernen wollen und steuern weiter nach Valdivia, wo wir auf dem Campingplatz Bernhard kennenlernen. Bernhard berichtet uns von seinem Reiseabschnitt an Südamerikas Südspitze, schade dass wir es nicht bis dorthin schaffen. Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass wir eine ähnliche Reiserute geplant haben und fahren von da an gemeinsam Richtung Vulcano Villarica. Wir machen Coñaripe als erstes Ziel aus. Von dort haben wir einen atemberaubenden  Blick auf den dampfenden Volcano Villarica. Bei der Abenddämmerung können wir den durch die Lava rot erleuchteten Rauchkegel bewundern. Was für ein Spektakel!!!

Auch die Seen in dieser Gegend sind sehr speziell, die Ufer sind von Lavasand (vielmehr Lavaschluff) umgeben. Wir umfahren den Vulcan an der Westseite weiter nach Pucon. Dieser Ort ist touristisch sehr erschlossen was uns nicht nur durch die Anzahl der Restaurants auffällt. Wir finden auch hier unsere Übernachtungsstelle direkt  am See. Von hier machen wir am nächsten Tag einen kleinen Ausflug ins Tal der Thermen. Der Tag ist dann auch nach endlosem Beckenwechsel, Abkühlen am Naturwasserfall oder Fluss und nach einer Massage ziemlich schnell rum. Leider entdeckt die Masseurin so den ein oder anderen Muskel bei Bernhard, dass er sich nachher nicht mehr wie gewohnt bewegen konnte.  

Am Abend gehen wir in ein Wildspeisenrestaurant, aber ausser den Preisen ist nicht alles wild. Da kommt schon mal ein Hausschwein als Wildschwein auf dem Teller. Daher das Resultat, dass ich wild werde.....na ja Trinkgeld gibt's keines.

 

Nach einer Woche merken wir sehr schnell, dass das chilenische Preisniveau deutlich über unseren Verhältnissen liegt und das Gebotene nicht unbedingt den Preis rechtfertigt. Wir fassen den Endschluss, spartanisch bis Argentinien zu leben, um unsere Fränkli dem Argentiniern und uns zu gute kommen zu lassen. Zudem sind die Argentinier meinem Empfinden nach die offenere Kultur, natürlich nicht generell.

Aus Gesprächen kommt für mich immer wieder zum Vorschein, dass den Chilenen die Zeiten der Diktatur noch in den Knochen stecken. Methoden die ihre Wirkung bis heute zeigen. Natürlich kennen wir auch Beispiele von Argentinier, mit dem Unterschied, dass ein paar Jahre Vergangenheit mehr dazwischenliegen.

 

Wir wollen weiter in die Gegend des chilenischen Weines. So fahren wir zügig am nicht so sehenswerten Teil um Temuco bis kurz vor die Tore von Santiago de Chile. Wir suchen leider vergebens einen Campingplatz in dieser Gegend, was bei Temperaturen über 35 Grad irgendwann keinen Spass mehr macht, und wir uns mal wieder für eine Tankstellenübernachtung entscheiden. Da es Nachmittag ist, nutzen wir das dortige W-LAN im Cafe. Als wir wieder rauskommen, ist der Bus vom Bernhard aufgebrochen und einige Sachen gestohlen. Unserer bleibt zum Glück verschont, was aber natürlich kein Trost für Bernhard ist. Zu allem Überfluss haben sie auch seine Papiere mitgenommen. Das Ganze passiert trotz zwei Wachleuten am helllichten Tag neben parkenden bemannten Fahrzeugen, unglaublich. Den weiteren Teil spar ich mir, aber wir sind natürlich aufgekratzt. Für uns ist schnell klar dass wir Bernhard helfen die Botschaft zu finden und weiteren Papierkram mit ihm zu erledigen. Also sprich rein nach Santiago, Botschaft Kriminalpolizei, und Migration suchen...

Doch auch am nächsten Tag sind die Temperaturen hoch und Anna kommt an ihre Grenzen. Wir übernachten im ehemaligen Wohnquartier  von Pablo Neruda in einem Hostal, da der Campingplatz  weit ausserhalb von Santiago liegt. In dem Viertel herrscht ein buntes Treiben von Strassenkünstlern, die die vollbesetztenden Strassencafes und Bars unterhielten.

 

Der Wetterbericht  prognostiziert steigende Temperaturen bis 40 Grad, auch für Mendoza. So müssen wir Bernhard schweren Herzens mit der restlichen Erledigung seiner Papiere verlassen. Anna, mit dem nun doch schon recht hübsch rund gewordenen Bauch, setzt die Belastungen der Hitze im Kessel von Santiago zu. Wir verlassen Santiago im Morgengrauen um vor der Mittagshitze in Mendoza zu sein.

Der Norden von Santiago ist von Weinreben umgeben welche sich an die ockerfarben bis rötlichen Hügel schmiegen. Wir schlängeln uns von einem Tal hoch bis zum Paso de Cumbre  auf die wahrscheinlich letzten 3900m. In Mendoza angekommen hat es die Hitze in sich, windstill und brennend heiss, beschränken wir uns aufs schwimmen im Pool und auf einen netten Plausch mit zwei belgischen Pärchen.

Auch auf dem Teil der Rute streichen wir vieles, aber wir waren uns einig, dass wir doch in die Nähe der Cordillera Cordoba wollen, einerseits weil das Klima angenehmer ist und um die letzten Untersuchengen der Schwangerschaft vorzunehmen.

18. 12 – 1.1.11 Weihnacht und Neujahr

In der Weihnachtszeit, verbrachten wir nochmals einige Zeit in San Martin de los Andes, weil  es uns die kleine gemütliche Stadt angetan hatte. Wir machen von hier aus kleinere Ausflüge in der Gegend. Auf dem Rückweg von Junin fahren vor uns  zwei Radfahrer und Hannes wie immer hält natürlich an um eine Stärkung zu verteilen. Es sind Valeska und Philipp aus Österreich, die sich vorgenommen haben in5 Jahren die ganze Welt zu umfahren. Sie kämpfen seit Tagen mit dem extremen Wind und jetzt sieht es auch noch nach Regen aus.  Ihr Wunsch nach ein wenig Zivilisation kommen wir nach und suchen ihnen eine gemütliche Bleibe in San Martin über Weihnachten. Darauf folgt ein leckeres Pizzaessen mit den Beiden und das Geburtstagkuchenessen  vom Weihnachtskind Philipp!

Uns zieht es wieder in die Natur und wir fahren nochmals nach Pichi Traful um dort ein paar herrliche Tage auf den wilden Camping direkt am See zu verbringen. Weiter in Villa Angostura verbringen wir weitere Tage und bis ins Neujahr auf dem Camping der Universität von Mendoza. Hier merken wir nun, dass die Ferien der Argentinier begonnen haben. Der Platz ist voll von campingfreudigen Einheimischen, die neugierig unseren Spocky bestaunen und uns über unserer Reise ausfragen. In das Neue Jahr hinein feiern wir mit zwei jungen Studenten aus Mendoza und setzen uns später noch in den Aufenthaltsraum des Campings und verbringen einen feucht, fröhlichen Abend.

 

Nun müssen wir uns gut überlegen, was überhaupt noch möglich ist für uns vor der Geburt. Hannes und ich sind uns einig, dass Wellblechpisten, der  eisige Wind und die Distanz zur Zivilisation wohl nicht mehr das Beste sind für uns. Mit schweren Herzen entscheiden wir uns nicht mehr weiter in den Süden zu fahren, sondern Richtung Chile abzubiegen.

5.-17.12 Besuch aus Möhrendorf in Argentinien

Nun ist unser dritter Besuch aus Europa da. Renate und Hans werden uns für zwei Wochen mit ihrem Mietwagen begleiten. In Villa Belgrano werden sie überrascht von Bettina und Ralf, die sie auf Deutsch begrüssen, auch sprechen alle weiteren Gäste ebenfalls deutsch! Weiter geht's zu einer Estanzia auf einer Strecke mit weiteren wunderschönen Seen. Wir übernachten in einem Cabaña direkt am Fluss, dieser ist so warm, das wir eine Ewigkeit darin sitzen bleiben! Am Abend machen wir selber Asado mit leckerem Lomo und trinken argentinisches Bier, was auch Renate und Hans zu schmecken scheint!

Wenn man in Argentinien etwas von der Landwirtschaft sehen will, muss man natürlich durch die Kornkammer, die Pampa fahren. Hans, Renate und Hannes erfreuen sich an den verschiedenen Maschinen und rätseln zum Teil was sie für einen Zweck haben. Hans und Hannes dürfen sogar beim Sojaaussäen mitfahren!

Auf der Weiterfahrt traut Hans seinen Augen nicht als er am Strassenrand ein grosses Spargelfeld sieht. Der Besitzer Marcelo erzählt uns seine Geschichte und führt uns über seine Anlage. Beim Spargel verstehen plötzlich sogar Hans und Renate spanisch, tja Fachleuten kann man nichts vormachen.

In Puerto Madryn an gehen wir gut Meeresfrüchte essen.  Renate und Hans sehen sogar Wale an der Küste danach in Puerto Tambo besichtigen wir die grösste Magellanpinguinenkolonie. Es sind über eine Million Tiere und haben gerade alle niedliche Jungen! Leider spielt das Wetter nicht so mit, es beginnt zu regnen und wird eisig kalt, da ist nichts mehr los mit den 30 Grad und Sommergefühlen. Auf der Fahrt weiter Richtung Westen schneit es sogar ein wenig, als ob Renate und Hans nicht schon genug Schnee hatten in Deutschland!

Bei Esquel fahren wir in den Nationalpark Los Alerce um in einem Cabaña zu übernachten. Diese liegt hoch über dem See und wir haben ein wunderschönes Panorama über die Berge. Als wir den Kamin einfeuern wird dann Renate auch endlich wieder etwas warm und wir verbringen einen gemütlichen Berghüttenabend. Die Fahrt durch den Park ist wunderschön vor allem die Farbenpracht der Blumen und Sträucher.

In El Bolson machen wir es uns wieder gemütlich in einem Cabaña und Essen leckere Forelle in Restaurant Jauja. El Bolson ist ein ruhiges gemütliches Städtchen, ganz im Gegenteil zu San Carlos de Bariloche. Dort suchen wir uns einen ruhigen Camping, denn die Stadt ist ein Chaos, ausser für die Touristen hergerichteten Strassen, hat sie nicht viel zu bieten, jedoch hat es eine schöne Fahrradstrecke am See entlang, die Renate und Hans geniessen.

Weiter geht's vom Nationalpark Nahuel Huapi in den von Lanin. Kurzer Halt machen wir in Villa Angostura und Pichi Traful, das Dorf ist sehr hübsch und der Camping in Pichi Traful ein Geheimtipp von Marcelo, der sich lohnt!

In San Martin de los Andes finden wir ein wunderschönes Cabaña, wo wir die letzten zwei Tage mit Renate und Hans geniessen. Spazieren im Städtchen, schauen uns die Gegend an. Renate und Hans gehen am Nachmittag reiten und freuen sich über die Landschaft hoch bei Pferd, bloss ein Sturz gab's, doch das möchte euch Hans sicher selber erzählen... War schön mit euch zwei, wir haben uns sehr gefreut das ihr da wart!

23.11.-4.12. Nordwesten von Argentinien

Wir fahren direkt durch nach Salta und freuen uns auf den Camping dort, doch der Camping ist wegen Umbau geschlossen... Weils schön dunkel ist, übernachten wir im Hotel Pilar mit Cochera für Spocky. Die Stadt ist klein und übersichtlich und viele gemütliche Cafés und Restaurants.

Auf der Strecke Cachi- Cafayate-Taffi de Valle fahren wir zum ersten Mal auf der bekannten Ruta 40, diese Strecke ist unglaublich, voll mit riesigen Kaktus und spannende Felsformationen. Das Dorf Cachi ist schön anzusehen mit den weissen Häusern und der Camping hat schattige Stellplätze. Cafayate ist umgeben von Weinreben und wir finden auch einige leckere Tröpfchen.

Und nun sind wir natürlich gespannt auf die Weingegend Mendoza. Laut Reiseführer soll es eine grüne Stadt sein. Die Stadt ist voller Bäume, doch ausserhalb ist alles Sand und nochmals Sand, die Weinreben stehen im Sand und werden das ganze Jahr bewässert, naja unter Grün hätten wir uns was anderes vorgestellt...

 

Weiter geht's in Richtung Cordoba. Ab San Luis wird es wieder grün, wir fahren eine schöne Strecke Richtung Mino Calvero. Wow dieses Dorf gefällt uns, wir campen direkt am Flussufer und geniessen den Sonnenuntergang! Unser Kind soll ja in Argentinien zur Welt kommen, da jetzt Mendoza wegfällt, denken wir darüber nach, dass Baby hier in der Region zu gekommen. Mino Calvero ist etwas abgelegen, doch die Leute empfehlen uns nach Alta Gracia zu fahren und uns die Provinzstadt anzuschauen. Und sie haben recht, die Landschaft bleibt wunderschön und die kleine Stadt hat alles was wir brauchen, gutes Spital, netter Gynäkologe und eine kleine Wohnung, die nicht allzu teuer wird für die zwei Monate Februar und März auch wenn sie in der Hauptsaison fällt. Auch Cordoba ist nur 40 Minuten entfernt, falls es Probleme geben würde. Alta Gracia ist wie wir herausfinden, der Kindheitsort von Che Guevara, freut natürlich Hannes umso mehr, dass das Baby eine kleine „Che" wird!

Es hat auch viele Möglichkeiten um von hier aus Ausflüge zu machen. Nach Villa Belgrano, dem deutscherem Dorf, das selber deutscher als Deutschland ist, führt eine schöne Strasse durch Wälder und an einem See vorbei. Im Dorf campen wir auf dem schönen Camping von Bettina und Ralf und geniessen das leckere Asado! Die Laufer Renate und Arndt sind auch hier und wir kochen richtig heimisch, Spargeln, Bratwürste und Kartoffelsalat! Die Thurgauer Familie Fredy und Dany mit den drei Mädels bringen leben auf den Camping und wir freuen uns mit ihnen uns auszutauschen zu können über frühere Reisen und wie es ist mit Kinder zu reisen.

17.-22.11. Bolivien

Weiter in Bolivien geht's über das Altiplano nach La Paz. Die Landschaft um den Titicacasee ist wunderschön, die kurze Schifffahrt mit Spocky ein Erlebnis... hoffentlich hält diese Nussschale!? Die Weite im Altiplano beeindruckt uns und schon landen wir im Gewirr der riesigen Stadt La Paz.

Zum Übernachten suchen wir das Hotel Oberland auf wie die meisten Traveler. Dort treffen wir auch wieder auf Altbekannt aus Cusco. Mit Sabine, Oli und Monique und Eugen verbringen wir einen gemütlichen Abend mit leckerer Lasagne und Royal-Oli-Pudding!

Mir gefällt der kleine Pool auf der Anlage, doch nach dem Schwimmen muss ich wieder einmal feststellen, dass mir die Höhe nicht gut bekommt. Hannes und ich entscheiden uns die Tieflandroute nach Argentinien zu nehmen. Und so wird für uns Salar de Juyuni nun ausfallen, schade, ich wäre sehr gerne gefahren, aber Sicherheit und Wohlbefinden geht vor!

Cochabamba liegt ca. 2500m in einem milden Klima und ich fühle mich wieder wohler dort. Die Landschaft ist wieder ganz anders als im Altiplano, es ist schön wieder überall grün zu sehen! Weiter geht's nach Santa Cruz, die Stadt sieht aus wie eine Stadt im Westen und vor allem haut uns die Hitze um. Wir gönnen uns den Luxus und übernachten in einem klimatisierten Hotel in der Stadt.

Auf der Stecke zur Grenze verlangen die Tankstellen zum ersten Mal Touristenpreise, mehr als das Doppelte fürs Benzin, zum Teil gibt's für die Touristen nicht mal Sprit und auch die Einheimischen stehen in langen Schlangen an den Tankstellen.

Was mir in Bolivien zum ersten Mal aufgefallen ist in ganz Südamerika, dass Polizei und Mautstellen korrupt sind. Da nirgends offizielle Preise stehen, verlangen sie, was sie gerade wollen von den Touristen. Drum sind wir froh bald in Argentinien anzukommen, auch der Steaks und des Weines wegen.

18.10.-16.11. Reise durch Peru von Nord nach Süd

Nach dem wir Tashi verabschiedet haben, setzten wir unsere Reise fort Richtung peruanische Grenze. Tashi, schön warst du dabei, wir wünschen dir einen guten Start auf Med 7.1! Mit auf der Tour sind nun Kerstin, Bernie und Stefen, die sich nicht entgehen lassen wollten, wie es ist mit Spocky auf Schotterpiste zu fahren. Nach ein paar Kilometer ist die Reise schon mal unterbrochen, eine Baustelle ist für zwei Stunden nicht passierbar... Naja, dann spielen wir eben Brändi Dog auf der Strasse. Als die Sperre auf geht wollen wir gar nicht weiterfahren, so spannend ist das Spiel! ;-) Nach weiteren Kilometern der nächste Stopp, nach 12000km unsere erste Panne, einer der Reifen ist platt! Doch mit Hilfe von den Drei ist die Panne schnell behoben. Nun wird es landschaftlich interessant, wir passieren den Nebelregenwald, Spocky darf eine Bachdurchfahrt machen und wir geniessen den wunder schönen Sonnenuntergang über den Bergen. Als wir bei der Grenze ankommen ist es bereits dunkel und der Zoll eigentlich bereits zu, aber sie machen mal eine Ausnahme auch wenn Hannes und Stefan nochmals ein bisschen zurück fahren müssen, weil beim Sunset-Fotoshoting, mal ein Schuh Gr. 48 von Stefan aus dem Spocky raus gepurzelt ist... Kurz nach der Grenze übernachten wir in La Sol de Frontera, einer Bungalowanlage, die einer Britin gehört. In Jaén verlassen uns die drei Richtung Kuelap. Hey hat Spass gemacht euch mitzunehmen, wir hoffen ihr habt nicht allzu viele blaue Flecken von der Schotterpiste als Andenken mitgenommen! ;-) Uns führt die Reise so schnell es geht Richtung  Cusco, nur ein kurzer Stopp um vom Turm aus die Nascalinien zu betrachten gönnen wir uns. Danach geht's wieder in die Berge. Die Überfahrt von Nasca nach Cusco ist wunderschön. Im hoch gelegenen Reservat für Vicuñas, sehen wir einigen von den sonst eher scheuen Tieren, weiter geht's in ein Tal, das uns sehr beeindruckt, so sauber und schön hergerichtet sind die Dörfer.

 

 In Cusco angekommen, finden wir auf Anhieb den Camping Quinta Lala http://home.hccnet.nl/helmie.paulissen/. Der Anlaufort für Selbstfahrer schlechthin in Peru. Wir verbringen gemütliche Tage auf dem Platz und erfahren viel Geschichten und  Ideen von anderen Reisenden. Der Nachteil ist, dass ich mich kaum auf der Höhe bewegen kann ohne Probleme zu haben mit dem Atmen und dann kommt auch noch eine Magen-Darmgrippe dazu. Nach den Strapazen auch für Spocky, denn der war 2 Tage in der Werkstatt um sich mit neuen Federn höher legen zu lassen, fahren wir doch noch Richtung Macchu Pichu. Vorher besichtigen wir noch Moray, was auch sehr eindrucksvoll ist. In Ollanta stellen wir den Spocky bei einem Hostal ein und fahren mit dem Zug nach Aguas Calientes. Macchu Pichu ist beeindruckend obwohl es eher die Lage dieser Ruine aus macht für mich, der Rest drum herum ist einfach nur Touristenausnahme und -verblödung. Am Abend treffen wir auf Guy aus Belgien und die Jungelfamily aus Frankreich, die wir vom Camping in Cusco schon kennen und verbringen einen schönen Abend mit ihnen.

 

 

Die Kondore im Colca Cañon wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gerade ruhig ist es am Cruz der Condor nicht. Am Nachmittag als wir dort ankommen, sind Bauarbeiter gerade daran hinter dem Mirador zu sprengen, bei der ersten Sprengung warnen sie uns noch vor, bei der zweit halten sie es nicht mehr für nötig, doch die Steine fliegen direkt über unsere Köpfe hinweg, zum Glück trifft uns keiner! Am nächsten Morgen sind wir früh auf, doch die Kondore lassen auf sich warten, erst als die meisten Touribusse da sind, beginnen  sie zu fliegen. Mit bis zu drei Meter Spannweite segeln sie den Cañon entlang und machen ganz schön Eindruck. In den Thermen von Chivay lassen wir es uns gut gehen und wärmen uns auf. In Arequipa campen wir im Garten vom Hotel Las Mercedes, eine schöne Anlage, die aber sehr nahe bei der Hauptstrasse liegt. Dort treffen wir auch wieder auf Taina und Nik, die wir schon im Norden von Peru kurz angetroffen haben. Wir verbringen einen schönen Tag mit ihnen, wo bei die Frauen in der Stadt shoppen gehen und die Männer mit den Autos in die Werkstatt um Öl und Reifen zu wechseln. Ich habe den Frauentag genossen! (Moment, ich den Männertag auch!) Am Abend wurde lecker gekocht mit Lomo, Zucchetti und Kartoffelgratin! Am nächsten Morgen besuchten Hannes und ich das Kloster Santa Catalina, dies ist eine schöne, interessante Anlage und gibt richtig guten Kuchen in der Cafeteria. Am Nachmittag treffen wir uns wieder mit Kerstin, Bärni und Stefan und es gibt leckere Knödel mit Schwammerlsauce, die mag sogar ich! Wir sitzen noch gemütlich zusammen und erzählen von neu erlebten. War schön mit euch!

 

Auf Fahrt von Arequipa nach Copacabana (Bolivien) geraden wir zum ersten Mal auf dieser Reise an eine Strassenblockade. Kurz vor Puno geht nichts mehr, die Strasse ist voll von grossen Steinen und vielen Leuten dahinter. Die Polizei steht etwa ein Kilometer davor und meint man könne nichts machen. Wir können jedoch in Erfahrung bringen, dass es einen Umweg gibt, der sei zwar mühsam.  Es fahren schon einige vor und wir hintendrein. Der Weg geht über Felder und einen Bahndamm und über einen trocken Ausläufer des Titicacasees, diese sandige Stecke, lässt Spocky ganz schön einsinken, doch wir kommen ohne Probleme durch und können bis zur Grenze gut weiterfahren. Diese Grenze ist eher kleine und da wegen den Bloceos, noch weniger Touristen da sind noch langweiliger für die Beamten, sie versuchen uns nach Strich und Faden auszunehmen, doch wir lassen nicht mit uns diskutieren und zuletzt landen wir dann doch ohne etwas zu zahlen in Copacabana am Ufer des Titicacasees und geniessen den Sonnenuntergang auf der Terrasse vom Hotel Gloria.

30.9-17.10. Ecuadors südliche Sierra

Nun bekommen wir Besuch aus Basel, Tashi wird drei Wochen mit uns in Ecuador mit Reisen. Damit sich Tashi schön akklimatisieren kann gehen wir gleich am nächsten Tag weiter nach Baños und lassen es uns gut gehen! Im Hostal Santa Cruz finden wir einen Parkplatz für unseren Bus und gemütliche Zimmer. Die Terme de la Virgen ist ganz erholsam wenn sie nicht gerade von Ecuadorianer jeglichem Alter überrannt wird. Kurze Wanderung liegt auch drin um den beeindruckenden Vulkan Tungurahua zu sehen, aber am liebsten faulenzen, kochen und essen wir nur! Die Radtour durch den Nebelbergwald mit etlichen Wasserfällen ist ganz spannend, um mit den kleinen vogelkäfigartigen Seilbahnen über die Schlucht zu fahren, fehlt Tashi und mir dann doch der Mut.... Aber die kurze Spaziergang zu Wasserfall Pailon del Daiblo ist wunderschön und Hannes und ich erhalten eine erfrischende Dusche, nach dem wir einen kurzen Weg in den Felsen ganz nahe an den Wasserfall heran geklettert sind.

 

Der kurze Abstecher nach Puyo lohnt sich für uns nicht wirklich ausser der kleine Zoo, in dem wir einige Tiere aus dem Regenwald sehen, zum Teil etwas näher als uns lieb ist. Tashi und ich informieren uns über eine Regenwaldtour doch schon in der Nacht beginnt es so heftig an zu Regnen und es soll noch die ganze Woche so weiter gehen, dass wir uns dagegen entscheiden. In dieser Nacht müssen wir Tashi kurzfristig ins Hostal verfrachten, denn unser Dachzelt mag dem Regen nicht ganz Stand halten.

 

Wir fahren wieder in die Sierra nach Riobamba dort treffen wir zufällig auf den Holländer Raymond, den wir schon in Baños kennen gelernt haben und uns ins Hostal Oasis bringt. Dieses Hostal ist wirklich eine kleine Oase, die der Besitzer liebevoll selbst erbaut hat. Von Raymond erfahren wir, dass die Zugfahrt zur Nariz del Diabolo dieses Jahr wegen Erneuerung der Bahntrasse geschlossen ist. Also werden wir eben alle drei die Strecke im Spocky machen. Die Strecke ist genau so schön. Wir fahren bis Alausi, das kleine Sierradorf liegt an der Zugstrecke zur der Nariz del Diabolo und erscheint so ohne Touristen noch ziemlich ursprünglich, die Menschen hier sind nett und herzlich. Wir kommen vor allem mit einem älteren Paar ins Gespräch, das seit 40 Jahren einen kleinen Laden direkt am Bahnhof besitzt. Sie erzählen von ihren vielen interessanten Erinnerungen von früher.

 

Richtung Cuenca liegt die bekannteste Inkastätte von Ecuador, Incapirca hat einen typischen faszinierenden Steinbau der Inka Zeit, bei welchen man rätselt wie sie das wohl geschafft haben dies zu bauen mit dieser Präzision. In Cuenca bleiben wir für drei Tage, hier merke ich zum ersten Mal die Höhe in Ecuador. Mein Puls rast und die Luft bleibt weg... Da ich jetzt nicht mehr nur noch für mich alleine verantwortlich bin, gehe ich zu einem Gynäkologen. Der ist richtig gut ausgerüstet mit 3D-Ultraschall. Dem Baby geht's gut, aber der Arzt empfiehlt uns für weitere Höhen, dann doch ein Sauerstoffflasche mit zu nehmen, da das Baby sich den ganzen Sauerstoff nimmt und mir somit zu wenig bleibt.

 

Weiter geht's nach Loja und dann Vilcabamba. Hier lassen wir uns wieder mal so richtig gut gehen. Die Hosteria Izhcayluma (www.izhcayluma.com) befindet sich etwas oberhalb von Vilcabamba mit traumhafter Aussicht. Tashi besitzt ein super Zimmer mit Aussicht und wir können auf dem parkplatz im Bus schlafen. Wir liegen am Pool, geniessen Massagen oder schlagen uns die Bäuche voll mit Bayerischen Spätzalitäten, ja richtig gehört, die Spätzle sind hier einfach einmalig und wir schämen uns überhaupt nicht dieses Heimwehessen zu geniessen! Hannes und ich machen hier mal wieder eine schöne Bekanntschaft mit Argentinier. Ana und Leo sind hier um auf die Geburt ihres Kindes zu warten. Ich erfahre natürlich spannendes für mich und unser Baby. Wenn wir dann müde werden von allem Erlebten, gehen wir zu Tashi in ihr Luxuszimmer und schauen Serie.... Ja, Petra wir sind auch schon süchtig geworden! Legen....dary!

22.- 29.9 Ecuadors nördliche Sierra und Quito

Die Überquerung nach Ecuador geht etwas länger, das Computersystem vom Zoll in Ecuador ist auf unbestimmte Zeit zusammen gebrochen... nach einer Stunde Wartezeit ist dann alles wieder in Ordnung und wir können weiterreisen.

In Otavalo bleiben wir ein paar Tage, wir haben uns auf dem gemütlichen Camping El Ricon del Viajero (www.hostalrincondelviajero.com)eingerichtet, dies ist ebenfalls ein Hostal, das sie aber im Zentrum von Otavalo befindet. Der farbenfrohe Markt lockt viele Touristen an, doch auch hier hat der chinesische Ramsch Einzug gehalten. Richtung Quito überfahren wir zum ersten Mal bewusst den Äquator und besuchen die Nulllinie und die dazugehörige Sonnenuhr.

 

In der Hauptstadt Quito werden wir von Petra Heusser beherbergt. War super Petra! Spazieren im Parque Metropolitano, lecker essen in Guapulo und Mariscal Sucre, die Runde in La Ronda, gemütliches Zusammensitzen mit Wein, Risotto und Brändi Dog.... ;-) Danke! Hannes und ich besuchten in Qutio das Museum von Guayasamin (www.guayasamin.com) , beeindruckender Künstler! 

12.- 22.9. Kolumbien

Ein Land für sich Kolumbien, dass als das unsicherste Land von ganz Südamerika gilt und doch von den offensten, herzlichsten und hilfsbereitesten Menschen bewohnt wird und das  landschaftlich unbeschreiblich abwechslungsreich und schön ist. Das Land hat es ganz sicher nicht verdient, dass es vom Tourismus verschmäht wird,  jedoch merkt man bald, dass einem hier Grenzen gesetzt sind, ab 8 Uhr abends noch auf der Strasse zu sein, viel zu gefährlich, sich abseits der touristischen Strecke zu befinden , zu unsicher und genau diese Stecke ist eher teuer.

 

Unvergesslich bleiben uns  die Begegnungen mit den Kolumbianern, die wir getroffen haben. Gloria und Ivan sind die Besitzer vom Hotel La Recta in Chachagüi kurz nach Pasto. Gloria hat das Hotel von ihrem ersten deutschen Ehemann geschenkt bekommen, der jedoch früh an Lungenkrebs gestorben ist. Gloria ist eine beeindruckende ältere Lady mit einer wunder schönen, melancholischen Stimme, die sie bei Gitarrenbegleitung zu besten gibt, „me enchina la piel". Ivan, ihr jetziger Ehemann könnte Fidel Castros Sohn sein, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch sein Denken. In den beiden haben wir zwei wunderschöne, spannende Abende erleben dürfen!

 

In Popayan, der weissen Stadt, haben wir im Casa Familiar el Descanso übernachtet, der Besitzer Sebastian hat lange in Deutschland gelebt, er erzählt uns viel über die jetzige Situation in Kolumbien. Momentan ein Monat nach dem Machtwechsel sei die Lage wieder etwas verschärft, dies merkt man auch an der Militärpresenz an den wichtigen Strassen. Die Guerilla meldet sich wieder vermehr mit Anschlägen, jedoch seien ausländische Touristen kein interessantes Ziel, es sei einfach Pech, wenn sie in einen Anschlag geraten. Die Regierung schlägt umso härter zurück und beschiesst die Guerillalager von der Luft aus. Sebastian meint solange es keinen aus der eigenen Familie erwischt lässt es das die Kolumbianer eher kalt, sie leben damit, wie die Italiener mit der Mafia, meint er. Seit Popayan besitzt Hannes übrigens auch eine Gitarre!

 

(Hannes)

Auf der Strecke zum Cafe gabs erstmal noch ein wenig vom Zucker zusehen(150 km)....staunend über endlosen Zuckerrohrplantagen in ihrem wuchtigen und immergedeihenden Grüns, mit den letzten Zeilen von Garcia Marques über das Valle de Cauca, wurde ich von einem wuchtigen brummen ins gegenwertige Kolumbien zurückgeholt. Zuerst nicht zu definieren woher das Brummen kam, bis ich den LKW vor uns überholte, oder eine Fussballfeldlänge. Die " tren de Canela" transportieren fast rund um die Uhr Zuckerrohr.

 

In der Zona Cafetera kommen wir etwas spät am Abend an und suchen vergebens eine Campingmöglichkeit. Dort landen wir schlussendlich im noblen Sportresort Confenalco, diese bieten uns spontan ein Zimmer günstiger an, denn sie wollen nicht, dass wir im Dunkeln weiterfahren. Salento ist ein schöner Ort in den Bergen, jedoch sehr touristisch. Wir finden zum Schluss doch noch eine Agrotourismus Finca La Huerta del Calocho (zu finden unter der Homepage: www.colombiatudestino.com) dort gekommen wir vom netten Señor, der zuständig ist für den Garten, alles erklärt von Maracuja, Baumkartoffeln, Kaffee... Das Schwimmbad ist eine herrlich Erfrischung und die Aussicht über die ganze Ebene unbeschreibar, am Abend gibt's gutes einheimisches Essen und wer will kann noch Canopy machen. Der Senior des  Besitzers mit seinen 89 Jahren gefällt uns beiden und hat auch viel zu erzählen. Von einer Familie auf der Finca erhalten wir eine Einladung nach Bogota, jedoch nach langem hin und her, müssen wir uns dagegen entscheiden, den unsere nächste Besucherin wird schon bald in Quito landen!

 

Wir hätten gerne noch mehr gesehen und erlebt in diesem Land, mit einem gewissen Respekt und Vorsicht kann man dieses Land wunderbar geniessen, nur schade dass wir in Europa so wenig darüber wissen.

 

27.8.-12.9. Ecuadors Küste

Der Grenzüberquerung nach Ecuador verläuft problemlos. Die erste Nacht verbringen wir an einer Tankstelle, die bewacht wird von einem schwer bewaffneten Militär. Daran müssen wir uns noch gewöhnen. Doch der nächste Ort ist um einiges freundlicher.

 

 

Montañita war schon bei den Hippies bekannt als ruhiges, chilliges Fischerdorf. Heute ist es sehr beliebt  bei Surfern und mutiert am Wochenende zu einer Partymaile. Zum Glück ist unser Stellplatz etwas ausserhalb vom wilden Treiben in La Punta bei der sehr netten Familie von Jorge. Das Haus befindet sich praktisch am Meer, war früher das Hostal und Restaurant Hacuwna. Heute befindet sich das Hostal im Zentrum von Montañita und wird von einem Bruder von Jorge geführt.

Die grosse Familie würde sich sehr über weitere Büssli-Besucher in la Punta freuen. Jorge gibt Surfunterricht und Juanita macht den Wäscheservice, mit Eric kann man zum nahe gelegenen Puerto Lopez fahren und Walle besichtigen, also der beste Ort in Montañita um einige Zeit zu verweilen!

Im Dorf hat es uns ohne eigentlich zu wollen in den Laden Anae Lans verschlag. Die argentinische Besitzerin Flor und ihre Tochter Polen schliessen wir  sofort ins Herz, spontan lädt sie uns zu Nachtessen ein. So vergeht die Zeit wie im Flug.

 

Die Wallbesichtigung und der Besuch der Isla de la Plata oder auch Galapagos pequño genannt sind sehr beeindruckten. Wir konnten dem Spiel eines Buckelwalbabys mit der Mutter zu schauen und auf der Insel die Vogelwelt beobachten. An die Rückfahrt von der Insel möchten wir uns lieber nicht mehr erinnern, in der Nussschale von Boot wurde es doch etwas ungemütlich auf dem wilden Pazifik...

 

Canoa liegt weiter nördlich und ist etwas ruhiger und verschlafener als Montañita dort verbringen wir zwei schöne Tage bei den Cabañas Baloo. Der Besitzer ist Engländer und lebt schon sehr lange in Ecuador. Der Meer hier hat praktisch keine Wellen, nichts für Surfer, dafür gefällt uns umso mehr zum plantschen! Mompiche ist schon auf der nördlichen Halbkugel, wir erwischen schlechtes Wetter, wobei uns die Retourfahrt auf die Hauptstrasse als rutschiges, dreckiges, spockyerprobendes Erlebnis in Erinnerung bleibt Nun braucht Spocky bald mal auch eine Dusche!

 

Mindo

Wir haben genug von der Küste und fahren Richtung Quito. Mindo liegt auf der Stecke und lohnt sich sehr zu besichtigen. Das Dorf liegt mitten in einem sehr fruchtbaren Tal umgeben von Regenwald. Wir haben einen sehr schönen Campingplatz gefunden direkt am Fluss auf dem Gelände vom Hostal Mindo Real. Erfrischen kann man sich direkt im Fluss oder Hostal dazugehöriges Schwimmbedecken. Am Morgen besichtigen wir das Mariposario, ein Gewächshaus voller Schmetterlinge. Ich jage mit der Kamera vor allem den grossen Blauen nach, die aber kaum zu erwischen sind.

25.-27.8 Nordküste Perus

Wieder befinden wir uns in der Wüste, es hat Sand wo hin das Auge reicht. In Trujillo finden wir endlich Simons peruanisches Skateboard Locotes, das schicken von Peru aus ist aber definitiv zu teuer, also Simon musst du dich eben noch etwas gedulden auf dein Board!!(ah...Überraschung!!)

Spannend hier in der Gegend ist der Besuch von Chan Chan, diese war einst eine riesige Stadt noch vor der Inkakultur. Am besten erhalten ist noch der Palcio Nik-An (Palacio Tschudi). Ein Besuch lohnt sich auch im Museo Tumbes Reales de Sipan (in Lambayeque, 12km nördlich von Chiclayo) dort wird die ganze Grabstätte vom Herrscher von Sipan in Orginalgrösse rekonstruiert und es gibt auch viele Orginaldetails zu sehen. Ansonsten gibt es nicht viel Erwähnenswerte auf dem Weg.

Eine Übernachtungsgeschichte ist uns aber geblieben: In einem Vorort bei Piura konnten wir hinter einer Tankstelle auf einem bewachten Parkplatz übernachten. Der Parkplatzbesitzer war sehr nett und freundlich. Er versicherte uns, dass wir am Morgen früh um 5.30 Uhr gut aus dem Parkplatz los fahren können. Als wir dann am Morgen um 5 Uhr aus dem Auto geschaut haben, trauten wir unseren Augen nicht. Wir standen praktisch am hinteren Ende des Parkplatzes, doch vor uns bis zum Ausgang befanden sich sicher 50 Fahrzeuge, bestehend aus: Minitaxis, Buse und kleinen Lastwagen. Ein Rauskommen unmöglich, erst 2 Stunden später lichtete sich das Chaos vor uns, das ist Peru! Alles ist möglich, aber es klappt nicht alles.....

16.-24.8 Cordillera Balanca

Gerne wären wir noch etwas geblieben bei den netten Menschen im CEPROF und Hannes hätte sicher noch einige spannende weltpolitische Diskussionen mit Daniela führen können, doch das Wetter in dieser Jahreszeit in Lima bleibt grau und trüb. Uns zieht es weiter in die Berge und in die Sonne.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Cordillera Blanca. Langsam lichtet sich der Nebel und die Berge kommen in Sicht. Huaraz jedoch ist eine laute grosse Touristenstadt und hat nicht viel zu bieten für uns. Also fahren wir weiter, und übernachten wo es gerade möglich ist ruhig abseits der Strassen. Im Baños de Chancos setzen wir uns in die schwefligen Grotten und legen uns in die grossen warmen Badewannen, was für eine Erholung!

Fast die ganze Cordillera Blanca befindet sich im Parque National Huascaran, hier befinden sich einige der höchsten Berge von Peru und es gibt viele Möglichkeiten um zu Wandern. Wir machen uns auf den Weg zu den Llanganuco Lagunen auf 3850 müM. Die enge, holperige Strasse schlängelt sich fast endlos empor bis wir die wunderschönen türkisblau schimmernden Andenseen erreichen auch die über 6000 m hohen Berge mit den Gletschern sehen von hier gigantisch aus. Für den Parkeintritt mit Auto zahlen wir für 2 Personen 130 Soles, dieser ist dann aber 7 Tage gültig. Die erste Nacht verbringen wir an der hinteren Lagune, etwas abseits des offiziellen Campingbereichs, der eigentlich eher eine Kuh- und Eselweide ist. Was dann der Parkwächter auch versteht, als er seinen Kontrollgang macht. Er ist eh mehr interessiert an unserem Auto! Er schlägt uns vor die zweite Nacht bei der ersten Lagune zu übernachten. Dort hat man eine schöne Aussicht über den See, der sowieso etwas schöner ist als der Hintere. Es hat ganz spezielle Bäume mit Rinde so hauchdünn wie Seidenpapier und ein grosser Reichtum an Fauna und Flora. Der Parkwächter Edgar erzählt uns, dass er auch Trekkingtouren anbietet, vor allem der Berg Pisco sei wunderschön. Am nächsten Morgen bereitet er uns ein deftiges Frühstück zu damit wir auch ja wieder kommen nach Abschluss unserer Reise und ihm das Auto verkaufen!

Weiter geht es nach Caraz, dieses kleine Städtchen fasziniert uns sehr. Es ist einiges ruhiger und ursprünglicher als Huaraz und eignet sich für Geniessertouristen, da es hier alles hat was man braucht, schöne ruhige Herbergen, Trekkinganbieter, die beste Panaderia (Rumkugeln!) in der Calle Daniel Villar und dort hat es auch visavis einen Geldautomat (entgegen Reiseführer). Am Sonntag gehen wir auf einen riesigen, spannenden aber traditionellen Markt (viel schöner als der in Chiclayo und auch mit Kräutern), bei welchen viele Marktfrauen schön herausgeputzt mit den Trachten aus dem Hinterland ihre Ware anbieten. Die Herberge Los Pinos Lodge www.lospinoslodge.com  gefällt uns sehr, hier kann man im schönen Garten campieren(zwei bis drei Stellplätze) oder in den süssen Zimmer der schönen Kolonialvilla übernachten. Hier machen wir eine herzliche Bekanntschaft mit den zwei Niederländern Nicole und Peter. Nicole hat ihre Kindheit in Peru verbracht, ihre Familie verliess in den 70er Jahren Peru, nun möchte sie ihr Geburtsland von neuem kennen lernen. An unserm letzten Abend schlägt Peter vor im Garten zu grillen. Es gibt Poulet,  Salate und Kartoffeln. Mmmh lecker!  War schön euch zwei kennen zu lernen!

Früh am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg hin ab in den Cañon del Pato (Entenschlucht). Was früher eine  Eisenbahntrasse war ist heute die Strasse. Im Ganzen sind es 35 Tunnels (ohne Abstützungen einfach in den rohen Fels geschlagen), die gerade so breit sind, wie für den alten Zug, beeindruckendes Erlebnis! Ein Spanier mit seinem Unimog, den wir am Abend in Huanchaco im Camping Garden treffen, kann es gar nicht glauben, dass wir mit unserem kleinen Spocky durch die Entenschlucht gekommen sind!

10.-15.8. Lima

 

Wir schlendern durch Miraflores Richtung Meer, schauen den Skateboarder im Park zu, gehen gut essen im LA MAR, ein Restaurant des peruanischen Starkoches Gastón Acurio. Am Abend spazieren  wir durch den Wasserbrunnenpark, es ist überwältigend mehr deswegen, weil diese Fontänen so viel Wasser brauchen und das in einer Wüstenstadt wie Lima, wo das Wasser eigentlich sehr knapp ist.

 

Beim CEPROF Centro di Promozione Famigliare (www.ceprof.org) hatten die Simons und Mama und Amos ihre schön hergerichtet Zimmer und wir konnten unsern Bus in den Innenhof stellen und dort übernachten. CEPROF befindet sich in einem Aussenviertel von Lima in Tablada de Lurin. Dies ist das Projekt von Maruja und Daniela, dort können die Kinder der Umgebung professionell begleitet ihre Hausaufgaben machen und eine Mahlzeit erhalten, oft ist dies die einzige am Tag einiger Kinder. Ebenfalls haben sie ein Mädchenhaus für diese Mädchen, die zu Hause in keiner tragbaren Situation leben  oder gar keine Eltern haben. Eigentlich hätte dieses Zentrum Platz für 25 Mädchen, doch wegen Geldmangel mussten sie es praktisch schliessen. Vor 25 Jahren haben die Italienerin Daniela und die Peruanerin Maruja dieses Projekt gestartet damals noch in einer Strohhütte ohne Strom und ohne Sanitäranlagen. Heute haben sie auch schöne Zimmer für Touristen und köstliches Frühstück und Abendessen. Den Ort findet man aber nur mit den zwei ortskundigen Fahren des Projektes, die einem aber auch vom Flughafen abholen und spannende Tagestouren in der Umgebung machen. Volontärs aus Europa sind herzlich willkommen, die gerne mit Kindern zusammen arbeiten.

 

Wir haben es sehr genossen mit einem Teil der Familie den Geburtsort und Herkunft von Simon zu erkunden und haben uns riesig darüber gefreut!

4.-10.8 Reise nach Lima

5.00 Uhr früh die Reise geht los von Buenos Aires nach Lima. Kurz noch schnell ein Foto mit Mafalda, die direkt vor unserem Hostal auf einer Bank sitzt und los bevor die Strassen allzu voll sind.

Wir nehmen die Ruta 34 Richtung Norden entlang an riesigen Feldern und Kuhweiden bis zum Mar Pequeno. Dort essen wir bei einem Busstopp Volleths Eiernudeln mit Tomatensauce die mit dem Spocky über den grossen Teich gekommen sind. Mmmmh lecker! Am nächsten Tag schaffen wir es schon bis kurz nach Salvador de Jujui, wo wir auf einem Camping übernachten.

 

Die nächste grosse Etappe ist der Passo de Jama nach Chile rauf und unter, drei „Hügel" sind zu bewältigen 4100, der eigentliche Pass 4200 und dann 4800müM. Der Spocky meistert das glänzend, solange wir nur im Auto sitzen, geht es uns auch noch gut, sobald wir aber aussteigen, sieht es anders aus! Vor allem mich haut's um, mir ist schwindlig habe kein Appetit und ringe mit der Atemnot, ich bin ja eh schon angeschlagen weil ich immer noch erkältet bin!

Jetzt haben wir uns zwei Nächte in San Pedro de Atacama verdient um uns zu erholen. Das Städtchen befindet sich in der Wüste und lebt vor allem vom Tourismus. An jeder Ecke werden Jeep- und Trekkingtouren angeboten.

Auf dem Camping treffen wir auf Ute und Werner aus Deutschland, die mit einem gemieteten Jeep mit Wohnkabine die Gegend erkunden. Sie erzählen uns spannende Geschichten von ihren Outdoor-Reisen in Afrika.

 

Nach der kurzen Pause geht's weiter an die Küste und über die Grenze nach Tacna und schon sind wir in Peru. Am Grenzposten haben wir 40 Minuten gebraucht für alle Formulare. Das Zehn-Fingersystem kennt der Zöllner nicht und so geht‘s etwas länger bis er alles getippt hat. In Tacna übernachten wir wieder an einer Tankstelle. Der Sicherheitsdienst sagt uns hier sei es gut zum Übernachten, weil er aufpasse, ansonsten sei Tacna als Zollfreie Zone ein sehr unsichereres Pflaster.

 

Am nächsten Tag folgt der anstrengendste Teil der Strecke. Die Strasse ist zwar asphaltiert jedoch hat sie viele Riese und Schlaglöcher. Der grösste Teil ist Wüste dann und wann taucht die Strasse ab in ein tiefes fruchtbares Tal und wieder rauf in die Wüste. Nächster Teil felsige Küstenstrasse und dahinter die Dünen. Auf der Strasse hat es immer wieder Sandverwehungen und könnten zur gefährlichen Rutschpartie werden. Kurz vor Nasca halten wir an um uns eine Pause zu gönnen. Und dann endlich Ankunft in Lima das lang ersehnte Treffen mit Simons und Mama, Amos klappt doch noch!

24. Juli immer noch in Buenos Aires

 

Nun sind aus 2 Wochen warten auch schon 3 Wochen geworden. Die halten uns gerade recht hin und wir haben das Warten langsam satt!! Aber am 28. Juli sollte es endlich soweit sein und das Schiff mit Spocky sollte ankommen. Wenn alles gut läuft haben wir dann unseren Bus am 30. Juli und kommen los von hier.

Hin und wieder ist es sau kalt da, wir mussten sogar unser Hostel wechseln, weil beim anderen die Heizung nicht funktionierte. Nun sind wir im Hostel Granados, ist gemütlich warm hier in den Zimmer und die Leute sind nett.

Gestern hatten wir das erste Gespräch mit der Mutter von unserer Spanisch Lehrerin, diese arbeitet in einem Argentinischen Zollbüro und wird uns helfen den Bus aus dem Hafen zu bringen.

Wir haben uns weitere Orte in Buenos Aires angeschaut, der Chimiento in La Boca und natürlich das Boca Juniors Stadion von Maradona und waren im japanischen Garten. Heute sind wir nach Chinatown im Stadtviertel Belgrano. Dort hätten wir am liebsten einen ganzen Supermarkt mit leckeren Essen und interessanten Gewürzen mit genommen! Da decken wir uns noch ein bevor wir von hier fort gehen! ;-)

 

Wenn alles klappt, werden wir also am 31. Juli Richtung Salta (Nordargentinien) unterwegs sein und von dort aus, je nachdem. Wenn die Pässe über die Anden Richtung Chile offen sind, d.h. kein Schnee liegt, dann am liebsten dort drüber und ansonsten über Bolivien nach Peru. Wir werden sehen, d.h. das nächste Abenteuer folgt sogleich!

 

1.-7. Juli in Buenos Aires

Wir haben uns schon etwas eingelebt und wohnen jetzt im Hostel Tercero del Sur für 3 Wochen in San Telmo, die Altstadt von BsAs. Unser Bus hat 2 Wochen Verspätung laut Schifffahrtgesellschaft Grimaldi, weil das Schiff einen Unfall hatte, nun warten wir eben ab bis Spocky endlich kommt. Damit uns nicht langweilig wird nehmen wir Intensivspanischkurs von MO - FR 4 Std am Morgen in einer kleinen Schule, die Hola heisst. Uns unterrichtet eine nette, quirlige Lehrerin, die etwa in unserem Alter ist. Am Samstag schauten wir uns das Desaster von Argentinien (nicht von Cordoba) auf der Plaza de San Martin auf Grossleinwand an. ;-)

Am Abend sind uns doch noch Agnell und Rebe über den Weg gelaufen. Wir assen lecker argentinische Steaks de Lomo im Restaurant La Cholita im Stadtviertel Palermo. Am Sonntag besichtigten wir den lebendigen Flohmarkt auf der Plaza Dorrega mit den Beiden, die nun für 2 Wochen in das kalte Calefate in Patagonien gereist sind.

Bienvenida Buenos Aires

Wir sind gestern nach 13 Stunden Flug von Frankfurt nach Buenos Aires mit Lufthansa gut angekommen.

Drei Tage dürfen wir nun im Hotel Castelar übernachten, dass im Flugticket inkl. ist.